Krankheitsbilder - Hunde und Katzen
Finden Sie hier regelmäßig aktualisierte weiterführende Infomationen zu mit den Fassisi Produkten bei Hunden und Katzen detektierten Erregern und Parametern.
Nächstes Update: 09.12.2011
Zu folgenden Themen erhalten Sie im folgenden Informationen:
| Thema | Produkt | |
| 1. | Was sind Parvo- und Coronaviren | ParCo |
| 2. | Was ist FIV und FeLV (Übersicht) | FeLFIV |
| 3. |
Krankheitsverlauf und mögliche Symptome einer Giardieninfektion |
GiarDia |
1. Was sind Parvo- und Coronaviren
Parvoviren sind die kleinsten unbehüllten DNA-Viren. Ihr Kapsid hat einen ungefähren Durchmesser von 18 bis 22nm. Sie sind gegenüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig, können mehrere Monate in der Außenwelt überleben, indirekt auch durch Schuhe und Kleidung übertragen werden und somit auch ausschließlich in der Wohnung gehaltene Tiere infizieren. Das Canine Parvovirus (CPV) hat sich Mitte der 70er-Jahre aus dem Felinen Parvovirus (FPV) entwickelt. Das FPV und das CPV sind sehr ähnlich und zeigen in ihrer DNA zu 99% Übereinstimmung. Die Unterschiede liegen in wenigen Nukleotidsequenzen im Strukturprotein, die für die unterschiedlichen biologischen Eigenschaften verantwortlich sind. Mittlerweile überwiegen die Virustypen CPV-2a und CPV-2b. Sie haben ihr Wirtsspektrum erweitert und können sowohl Hunde als auch Katzen infizieren, zu Erkrankungen führen und zwischen diesen übertragen werden.
Coronaviren sind unbehüllte RNA-Viren. Sie sind wenig speziesspezifisch. So ist das Canine Coronavirus (CCV) eng mit dem Felinen Coronavirus (FCoV) verwandt und für Katzen auch infektiös. CCV kann bei Katzen Enteritiden auslösen, eine Feline infektiöse Peritonitis (FIP) jedoch nicht. Jüngere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass einige Isolate des felinen infektiösen Peritonitis-Virus Rekombinante aus dem Caninen Coronavirus und dem Felinen Coronavirus darstellen. Coronaviren sind in der Umwelt nicht lange stabil. FCoV können jedoch angetrocknet an Oberflächen, z.B. im Haushalt, an Fressnäpfen von Hunden und Katzen sowie Katzentoiletten, 7 Wochen infektiös bleiben und so auch indirekt übertragen werden.
2. Was ist FIV und FeLV (Übersicht)
3. Krankheitsverlauf und mögliche Symptome einer Giardieninfektion
Die Inkubationszeit liegt bei > 10 Tagen. Giardien-Infektionen verlaufen bei Tieren häufig klinisch inapparent. Die klinischen Symptome hängen von der Vorschädigung des Darmes und dem Immunstatus des Tieres ab. Auch schlechte Haltungsbedingungen und kohlenhydratreiche Ernährung begünstigen eine Infektion. Somit stellt die Giardiose eine Faktorenerkrankung dar. Die Giardiose ist hauptsächlich eine Erkrankung der Jungtiere und manifestiert sich in akuter, häufiger jedoch in chronischer, katarrhalischer, intermittierender Diarrhoe. Der Kot ist dünnbreiig bis wäßrig, oft mit vermehrter Schleim- und Fett- (Stearrhoe) Beimengung. Eine Infektion kann besonders bei Jungtieren oder Tieren aus schlechten Haltungsbedingungen zu chronischer intermittierender Diarrhöe führen. Diese Tiere zeigen Malabsorptionssyndrom mit struppigem Fell, chronischem Gewichtsverlust, gelegentliches Erbrechen und Apathie. Die Tiere scheiden große Mengen infektiöser Zysten aus. Giardien-Infektionen induzieren bei immunkompetenten Tieren eine Immunität, welche die Erregerpopulation ganz oder teilweise eliminiert. Erwachsene Hunde und Katzen können aber auch Dauerausscheider sein, ohne selbst zu erkranken.
Eine Therapie ist oft schwierig, da asymptomatische Dauerausscheider unerkannt bleiben und gegen die eingesetzten Antiparasitika z.T. Resistenzen bestehen. Besonders in Gruppenhaltungen mit mangelnder Hygiene ist eine Therapie problematisch, da es auch nach erfolgreicher Behandlung mit Antiparasitika immer wieder zu Reinfektionen kommt.
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