Krankheitsbilder - Rinder/Kälber
Finden Sie hier regelmäßig aktualisierte weiterführende Infomationen zu mit den Fassisi Produkten bei Rinder/Kälben detektierten Erregern und Parametern.
Nächstes Update: 09.12..2011
Zu folgenden Themen erhalten Sie im folgenden Informationen:
| Thema | Produkt | |
| 1. | Infektionen mit Rota- und Coronaviren | BoDia |
| 2. | Infektionen mit Eschericia coli (E. coli) | BoDia |
| 3. | Infektionen mit Cryptosporidium parvum | BoDia |
1. Infektionen mit Rota- und Coronaviren
Rota- und Corona-Viren zählen zu den weltweit am stärksten verbreiteten Durchfallerregern im Kälberbereich, sie kommen ubiquitär vor. Sie dringen in die Enterozyten ein und zerstören diese. Erkrankungen erwachsener Tiere verlaufen subklinisch. Das Kolostrum von Muttertieren enthält, auch in stark mit Rota-und Corona-Viren belasteten Betrieben, wenig maternale Antikörper, wenn vor der Abkalbung keine sinnvolle Muttertiervakzination durchgeführt wurde. Bei hohem Infektionsdruck erkranken die Kälber bereits 12 – 72 Stunden post partum. Es kommt zu dünnbreiig bis wässrigem Durchfall. Die Störung des Allgemeinbefindens ist stark vom Grad der Enteritis und der bestehenden Exsikkose abhängig. In dramatischen Fällen kommt es zu Festliegen und Tod der Kälber.
Aus diesem Grund ist eine schnelle und zeitnahe Diagnose unbedingt notwendig, um schwere Verluste zu verhindern und die Verbreitung im Bestand frühestmöglich einzudämmen.
2. Infektionen mit Eschericia coli (E. coli)
Bei den E. coli-Keimen handelt es sich um einen obligaten Dickdarmbewohner. Jedoch verfügen einzelne Stämme über sog. Virulenzfaktoren. Diese Stämme können schwere und tödlich verlaufende Durchfallerkrankungen auslösen. Von besonderer Bedeutung ist das Kapselantigen K 99, das es E. coli ermöglicht, sich an die Epithelzellen der Darmzotten anzuheften. Es kommt zur vermehrten Sekretion der Enterozyten und dadurch bedingten Diarrhoe. Die E. coli –Keime produzieren außerdem sogenannte Enerotoxine. Bei einer E. coli Infektion kann es bei schweren Verläufen sowohl zu einer Septikämier als auch zu einer Toxämie mit entsprechenden Organschädigungen kommen.
3. Infektionen mit Cryptosporidium parvum
Cryptosporidien zählen zu den einzelligen Parasiten und sind hochinfektiös. Die Oozysten stellen die inaktive, infektiöse Dauerform des Parasiten dar. Sie werden mit dem Kot infizierter Tiere ausgeschieden und sind in der Außenwelt sehr widerstandsfähig. Im Darm vermehren sich Cryptosporidien in den Darmepithelzellen des Bürstensaums. Cryptosporidien verursachen bei erwachsenen Tieren subklinische Infektionen, die vollständig ausheilen.
Bei Kälbern kann es durch den starken Befall der Enterozyten mit Cryptosporidien zu Resorptionsstörungen und somit zum Malabsorptionssyndrom mit Abmagerung kommen. Besonders betroffen sind unter 4 Wochen alte Kälber. Nur vereinzelt treten Todesfälle auf. Jedoch sind Cryptosporidien bei Sekundärinfektionen mit Rotaviren, Coronaviren und E. coli K99 für den Kälberdurchfall in den ersten Lebenswochen verantwortlich.
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