Krankheitsbilder - Schweine / Ferkel
Finden Sie hier regelmäßig aktualisierte weiterführende Infomationen zu mit den Fassisi Produkten bei Schweine / Ferkeln detektierten Erregern und Parametern.
Nächstes Update: 09.12.2011
Zu folgenden Themen erhalten Sie im folgenden Informationen:
| Thema | Produkt | |
| 1. | Infektionen mit Rotaviren | PiDia, PiDia Plus, PiDia light |
| 2. | Infektionen mit Cryptosporidium | PiDia, PiDia Plus |
1. Infektionen mit Rotaviren
Rotaviren zählen zu den unbehüllten RNA-Viren, sie kommen ubiquitär vor, fast jedes erwachsene Schwein hat eine Rotavirusinfektion mit entsprechender Antikörperbildung durchgemacht. Sie gehören zu den wichtigsten Krankheitserregern bei Jungtieren, sind wenig wirtsspezifisch und in der Außenwelt sowie den Stallungen lange infektiös. Nach oaler Aufnahme dringen die Viren in die Darmzellen (Enterozyten) ein und zerstören deren Resorptionsfunktion. Einzelinfektionen mit Rotaviren verlaufen oft subklinisch, ohne Störung des Allgemeinbefindens. Diese subklinischen Ausscheider stellen eine Infektionsquelle für weitere Tiere dar. Der sog. „2-Wochen-Durchfall“ der Ferkel tritt zwischen dem 10. und 21. Lebenstag auf. Er ist durch geringe Futteraufnahme, gelegentliches Erbrechen und milden Durchfall gekennzeichnet. Es kommt zu einer schnellen Durchseuchung in deren Verlauf die Morbidität (Erkrankungsrate) 100%, die Mortalität (Sterblichkeit) jedoch lediglich 50% beträgt. Diese Verlaufsform kommt bei Ferkeln meist mit absinkendem Antikörpergehalt der Sauenmilch in der zweiten bis dritten Lebenswoche vor.
Bei Mischinfektionen mit weiteren Durchfallerregern, Wurmbefall, bestehenden Grunderkrankungen, mangelnder Stallhygiene und ungenügender Kolostrumversorgung der Ferkel können jedoch Durchfallgeschehen mit hochgradiger Diarrhoe, erheblichen Verlusten durch Todesfälle und Kümmerer entstehen. Daher sind besonders mutterlose Aufzuchten problematisch.
2. Infektionen mit Cryptosporidium
Cryptosporidien zählen zu den einzelligen Parasiten, zeigen zum Teil geringe Wirtsspezifität und sind hochinfektiös. Die Oozysten stellen die inaktive, infektiöse Dauerform des Parasiten dar. Diese werden mit dem Kot infizierter Tiere ausgeschieden und sind in der Außenwelt sehr widerstandsfähig. Bei mangelnder Stallhygiene stellen sie eine permanente Infektionsquelle und damit einen entscheidenen Pathogenitätsfaktor in einem Durchfallgeschehen dar. Nach oraler Aufnahme der Cryptosporidien-Oozysten enzystieren diese im Darm. Diese vegetative, vermehrungsfähige Form, die Sporozoiten, vermehren sich in den Darmepithelzellen des Mikrovillisaums. Durch starken Befall der Mikrovilli mit Cryptosporidien kann es zu Resorptionsstörungen kommen.
Verschiedene Cryptosporidien sind für das Schwein pathogen. Monoinfektion können zu chronischen asymptomatischen Erkrankungen, mit zum Teil hoher Ausscheidungsrate von Oozysten, beim Ferkel führen, die jedoch bei Sekundärinfektionen mit weiteren enteropathogenen Erregern, z.B. Rotaviren zu einer dramatischen Zunahme von klinischen Durchfallsymptomen und Schweregrad der Erkrankung führen können.
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