Sonstige

Rinderallergene


Warum ist die Bestimmung von Rinderallergenen im Hausstaub sinnvoll?

Die Arbeit in der Landwirtschaft und die damit verbundene hohe Exposition gegenüber Staub können zu schweren Atemwegserkrankungen führen. Insbesondere die Allergene vom Rind haben eine stark sensibilisierende Wirkung und gehören zu den typischen Auslösern berufsbedingter Atemwegsallergien in der Landwirtschaft.


Die Allergene befinden sich an den Haaren und den Hautschuppen der Rinder. Diese setzen sich unter anderem an der Arbeitskleidung und den Haaren fest und werden somit bis in den Wohn- und Schlafbereich des Landwirts hinein übertragen. Demzufolge besteht der Allergenkontakt nicht nur bei Tätigkeiten im Stall, sondern „rund um die Uhr“ auch im häuslichen Bereich.

 

Frühere Studien weisen darauf hin, dass zwischen der Konzentration an Rinderallergenen im Hausstaub von Landwirten und deren Sensibilisierung gegen Rinderallergen ein deutlicher Zusammenhang besteht.


Was kann man vorbeugend tun?

Im Rahmen der guten landwirtschaftlichen Praxis sollten aus Gründen der Arbeitshygiene erhöhte Rinderallergenkonzentrationen im Wohnbereich unbedingt vermieden werden, auch wenn noch keine Beschwerden an der Haut und/oder den Atemwegen bestehen. Daher sollten regelmäßig die textilen Materialien wie Sofa, Bett oder Teppich im Wohnbereich auf das Vorhandensein von Rinderallergen überprüft werden, um sicherzustellen, dass kein Rinderallergen eingeschleppt wurde.

 

Sollte sich Rinderallergen nachweisen lassen, empfiehlt sich aus gesundheitlichen Gründen zur Reduzierung des Risikos, eine Rinderallergie zu entwickeln, eine Reinigung der betroffenen Textilien. Ob die Reinigung erfolgreich war, zeigt sich in der nächsten Testung. Ggf. ergibt sich weiterer Handlungsbedarf, beispielsweise in Form der Errichtung einer Schmutzschleuse zwischen Arbeits- und Wohnbereich, wenn sich immer wieder Rinderallergene im Wohnbereich nachweisen lassen.